Cortison: Fluch oder Segen?

Kortison (oder Cortison) ist ein Hormon der Nebennieren, zweier kleiner Drüsen, die auf den Nieren sitzen. Neben dem ebenfalls dort produzierten Adrenalin wird es auch als "Stresshormon" bezeichnet. Für das Leben ist es ein unverzichtbarer Stoff, der zahlreiche Stoffwechselprozesse steuert und reguliert.  Zu diesem Hormon gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und jede Menge Literatur. Auch im Internet finden sich dazu viele Kommentare und Beiträge. Hier soll nur kurz darauf hingewiesen werden, dass dieser Stoff in den modernen Medikamenten und Anwendungsformen für viele Menschen ein Segen ist, wenn er korrekt und der Krankheit angemessen benutzt wird. Da heute viel über die Wirkungen, aber auch unerwünschten Wirkungen von Cortison bekannt ist, wird von Seiten der Behandler damit sehr vorsichtig umgegangen und jeweils genau abgewogen, in welcher Form und Dosierung dieses gegebenenfalls verordnet wird. Insbesondere beim Asthma bronchiale ist es ab der zweiten Stufe ein unverzichtbarer Therapiebaustein. Da es bei leichtem und mittelschwerem Asthma ausreicht, es als Inhalationspräparat zu benutzen, kommt man fast immer ohne wesentliche unerwünschte Wirkungen aus. Beim Asthma bronchiale genügt häufig die Inhalation geringer Mengen um die Erkrankung zu stabilisieren und Lebensqualität zurückzugewinnen. Dadurch können Notfälle sehr häufig vermieden werden. Notfälle machen nämlich häufig hohe Cortisongaben erforderlich. Durch die Inhalation von niedrig dosiertem Cortison können andere Asthmamittel, die deutlich mehr und gefährlichere Nebenwirkungen haben, häufig eingespart werden.